Offizieller Bericht zur Sportplakettenverleihung 2004
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Bericht über die Verleihung der Sportplaketten vom 26.03.2004
von der Homepage der Stadt Dülmen
von Ludger Kötters

Ehrungen
Für den Sport etwas bewegt


Dülmen. Gleich drei Mal wurde in einer Feierstunde gestern Nachmittag im Forum der Alten Sparkasse die Sportplakette der Stadt Dülmen verliehen. Bürgermeister Jan Dirk Püttmann, der Vorsitzende des Sportausschusses Peter Timmers und der Vorsitzende des Stadtsportringes Franz-Josef Steverding würdigten die hervorragenden Verdienste von Heinz Langener (Behinderten-Sport-Gemeinschaft), Ludger Schwaag (Jugend 70 Merfeld) und Bernhard Wenning (DJK Dülmen). Allein mit ihnen waren mehr als 80 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit versammelt, als die drei Geehrten ihre Auszeichnung entgegennahmen.


Ehrungen: Anni und Bernhard Wenning, Christel und Ludger
Schwaag, Peter Timmers, Margarete und Heinz Langener (v.l.n.r.)
Fotos: Ludger Kötters / Stadt Dülmen

An der Feierstunde mit Beiträgen der städtischen Musikschule und der DJK-Balett-Abteilung nahmen außerdem Familienangehörige, Freunde sowie Mitglieder des Sportausschusses und Repräsentanten der Sportvereine teil. Als Vertreter und Sprecher der Vereine lobten auch Ulrich Ricker, Berthold Kreuznach und Arnd Heinzkyll die besonderen Leistungen der Ausgezeichneten.

Der Vorsitzende des Sportausschusses Peter Timmers wies eingangs darauf hin, dass von den rund 47.000 Einwohnern dieser Stadt mehr als ein Drittel in Sportvereinen organisiert seien. Die sportliche Infrastruktur Dülmens sei in hervorragender Verfassung und ermögliche Sport und Veranstaltungen auf höchster Ebene. Er hob den Wert der Jugendarbeit in den Vereinen hervor und hielt es gleichsam für eine Pflicht, der Jugend ein sportliches zuhause zu bieten.

Bürgermeister Jan Dirk Püttmann richtete einen herzlichen Willkommensgruß auch an die Ehefrauen der zu ehrenden, die mit Verständnis, Unterstützung und nicht zuletzt durch persönlichen "Verzicht" maßgeblichen Anteil an den Verdiensten hätten.

Der Bürgermeister berichtete, dass von 1957 bis zum heutigen Tag in den zurückliegenden 47 Jahren die Sportplakette "Für hervorragende Verdienste um das Dülmener Sportleben" insgesamt an 48 Personen verliehen worden ist und sich mit dem heutigen Tag diese Zahl auf insgesamt 51 erhöht.

Mit der Sportplakette "Für hervorragende Verdienste um das Dülmener Sportleben" würden Personen ausgezeichnet, "die sich durch eine mindestens 25jährige Tätigkeit an verantwortungsvoller Stelle in Sportorganisationen und durch besondere Leistungen um den Sport verdient gemacht haben". Bernhard, Wenning, Heinz Langener und Ludger Schwaag hätten dieses Kriterium bei weitem erfüllt. Zusammen mehr als 80 Jahre seien sie für ihre Sportvereine in entscheidenden Funktionen aktiv gewesen bzw. sind dieses noch heute.

"Ohne Ihr langjähriges engagiertes Wirken wäre die sportliche Infrastruktur unserer Stadt nicht so, wie sie sich heute in ihrer Vielfalt und Qualität präsentiert", sagte der Bürgermeister: "Sie haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass Dülmen auch in zunehmend schwierigeren Zeiten eine lebendige sportive Entwicklung nimmt - mit weiter steigenden Mitgliederzahlen und einem stetig zunehmenden sportlichen Organisationsgrad unserer Bevölkerung. Ihr Wirken habe in sehr hohem Maß auch Vorbildfunktion.

Zunächst sprach der Bürgermeister Heinz Langener Anerkennung für sein Lebenswerk und die Energie und Beharrlichkeit aus, mit welcher er die Behindertensportgemeinschaft geführt und weiter entwickelt habe.

Dieses betreffe einerseits die Vielfalt und Qualität seiner spezifischen sportlichen Förderangebote – sei es im präventiven Bereich, sei es im Rahmen der Rehabilitation. Dieses betreffe aber auch die dynamische Entwicklung der Mitgliederzahlen: Unter Ihrem Vorsitz ist Ihr Sportverein in den vergangenen 10 Jahren von rd. 500 auf derzeit weit über 1.200 Mitglieder angewachsen. Ihre BSG hat sich damit zum fünftgrößten Dülmener Sportverein entwickelt – auch dieses eine Bestätigung dafür, wie ungeheuer wichtig Ihr unermüdlicher Einsatz für Schwächere und behinderte Menschen in unserer Gesellschaft ist."

Die "Krönung" sei ganz sicher die vereinseigene Sporthalle – in dieser Art einmalig in Nordrhein-Westfalen, nach neuesten technischen Erkenntnissen entwickelt und so konzipiert und eingerichtet, um dort unter optimalen Bedingungen den zunehmend wichtigen Breiten-, Rehabilitations- und Präventivsport anbieten können.

Ludger Schwaag habe durch seinen langjährigen Einsatz für die "Jugend 70" eindrucksvoll bewiesen, wie sich auch in einem relativ kleinen Verein durch beharrliche Arbeit ein sportliches "Leistungszentrum" entwickeln kann – "in Ihrem Fall im Tischtennis."

So sei es ihm gelungen, in Merfeld neben den Sportfreunden eine zweite sportliche Hochburg aufzubauen, wobei die beiden Sportvereine in harmonischer Koexistenz zueinander stünden. Der Bürgermeister: "Fast kein Tag, an dem man nicht über die herausragenden Erfolge "Ihrer" Kinder und Jugendlichen lesen kann. Die Jugendarbeit Ihres Vereines hat in hohem Maße Vorbildfunktion und wäre ohne Ihren unermüdlichen Einsatz als Trainer, Betreuer und Organisator nicht vorstellbar."

Dass sich die Jugendabteilung von Jugend 70 Merfeld zur erfolgreichsten im gesamten Bezirk Münster entwickelt habe, "ist Ihr Verdienst, wobei Ihr Verein seinen Namen zurecht trägt". Mehr als 50% der Mitglieder sind minderjährig: "Sie bestätigen damit, wie wichtig gerade Sportvereine mit ihren verlässlichen Strukturen und Bezugspunkten für die Entwicklung unserer Kinder sind und eine wesentliche Ergänzung der familiären Erziehung darstellen.

"Schließlich ("Last but not least") wandte sich der Bürgermeister an Bernhard Wenning: Rund ein Vierteljahrhundert ehrenamtliche Tätigkeit für Ihren Sportverein, die DJK Dülmen, davon allein 20 Jahre in der Funktion des Ersten Vorsitzenden, daneben Ihr langjähriges Engagement als Vorsitzender des "Stadtverbandes für Leibesübungen" – dem heutigen Stadtsportring.

Bürgermeister Jan Dirk Püttmann überreicht
Bernhard Wenning (links) Urkunde und
Sportplakette
Sie haben in der Tat die sportlichen Entwicklungen unserer Stadt entscheidend mit geprägt und sind – wie ich weiß - auch heute noch vielfacher unverzichtbarer Ratgeber für Ihre Nachfolger, jemand, dessen fachliche Meinung weiterhin gefragt ist.

Die DJK habe sich zu einem Verein entwickelt, der heute mit mehr als 1.600 Mitgliedern ein differenziertes Spektrum von Sportangeboten umfasst, ein eindruckvoller Beleg für die dynamische Entwicklung und Flexibilität, neben den traditionellen Sportarten eines Großvereins auch moderne sportive Entwicklungen und Trendsportarten in das Vereinsgefüge zu integrieren.

"Sie, Herr Wenning, haben hierfür rechtzeitig und im richtigen Maße die räumlichen Voraussetzungen geschaffen." Auch wenn dem Wegzug von der ehemaligen Wirkungsstätte zum heutigen Domizil so manche intensive Diskussion voraus gegangen sei, so habe sich die Richtigkeit der damaligen Entscheidungen bestätigt.

Mit Recht könne die DJK heute stolz sein auf ihre attraktiven und funktional optimalen vereinseigenen Sportstätten. Dass sich in diesem sportlichen Umfeld auch der Stützpunkt des DFB sehr wohl fühle, erwähnte der Bürgermeister am Rande.

Dem Vorsitzenden des Stadtsportringes Franz-Josef Steverdings war denn in seinem Schlußwort auch "nicht bange um die Arbeit in den Dülmener Sportvereinen". Die drei Geehrten und mit ihnen zahlreiche weitere Ehrenamtliche könnten für sich in Anspruch nehmen, "für den Sport in Dülmen etwas bewegt zu haben!"


Hier gratuliert die Merfelder Ortsvorsteherin Hedwig Kuhmann


Heinz Langener (Mitte) mit J.D. Püttmann und P. Timmers
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