Jürgen Heilken hat Internationale Schiedsrichter-Lizenz erworben

 

 

 

 


Jürgen Heilken (Jugend 70 Merfeld) hat die Prüfung für die internationale Schiedsrichter-Lizenz beim DTTB in Frankfurt bestanden.

DZ-Bericht vom 16.09. 2004 von Marco Steinbrenner

Merfeld (mast). Wenn im Jahr 2008 in Peking (China) die Olympischen Sommerspiele stattfinden, wäre es theoretisch möglich, dass Jürgen Heilken die deutschen Farben als Tischtennis-Schiedsrichter vertreten würde. „Das wäre zwar möglich, doch damit beschäftigte ich mich im Moment überhaupt nicht“, so der 40-jährige Bezirksklassen-Spieler in Diensten von Jugend 70 Merfeld, der seit wenigen Tagen im Besitz der Schiedsrichterlizenz des Weltverbandes ITTF ist. „Bei den Spielen vor vier Jahren in Sydney und auch vor wenigen Wochen in Athen war jeweils nur ein Unparteiischer aus Deutschland dabei. Ich würde mich schon freuen, wenn ich in zwei Jahren bei den Mannschafts-Weltmeisterschaften oder den Senioren-Welttitelkämpfen in Bremen dabei sein könnte“.

Am 3. Juli fand in den Räumen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) in Frankfurt am Main die Prüfung zum Internationalen Schiedsrichter (ISR) statt. Insgesamt zwölf Kandidaten aus dem gesamten Bundesgebiet wurden von den jeweiligen Schiedsrichter-Obleuten der Regionalverbände nominiert. Inhalt der Prüfung waren zumeist sehr komplexe Spielsituationen, zu denen im „Multiple-Choise-Verfahren“ (vier Antworten wurden vorgegeben) Entscheidungen zu treffen waren. Für 50 Sachverhalte standen 50 Minuten zur Verfügung. „Es war schon erstaunlich, mit wie viel Phantasie Sachverhalte konstruiert werden, die mir nicht einmal im Traum eingefallen wären“, berichtete Heilken. Von den Prüfungsanwärtern wurden letztlich neun Lizenzen vergeben. Die Durchfallquote von 25 Prozent verdeutlicht die Schwere der Prüfung.

Obwohl Jürgen Heilken bereits seit vier Jahren als Bundesschiedsrichter im Einsatz ist, setzt der Weltverband seit Jahren im Ausland nur noch ISR ein. „Dass ich nun aber regelmäßig in andere Länder fliegen werde, wird (leider) nicht der Fall sein“. Die Auslandseinsätze sind überwiegend freiwilliger Natur, so dass Heilken gegenüber dem DTTB Interesse bekunden muss und die entstehenden Fahrtkosten selbst zu tragen hat. Lediglich die Unterkunft und ein Taschengeld werden übernommen.

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