Jürgen Heilken als Schiedsrichter in Orenburg Russland
 

Bericht zum Schiedsrichtereinsatz am 01.04.2016 in Orenburg (Russland)
Unvergessliche Eindrücke sammelte Jürgen Heilken bei seinem Einsatz als Schiedsrichter in der Champions League.
< Foto mit Klick vergrößern

Merfeld (mast). Drei stressige Tage liegen hinter Jürgen Heilken. Der Spieler des Tischtennis-Bezirksligisten Jugend 70 Merfeld ist von der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) als Schiedsrichter für das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Fakel Gazproma Orenburg und AS Pontoise Cergy (Frankreich) nominiert worden. Trotz der Reisestrapazen und lediglich einer Übernachtung nahm Heilken viele Eindrücke aus Russland mit nach Hause. Orenburg mit dem deutschen Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov gewann die Partie zwar mit 3:2, doch trotzdem verpasste der Titelverteidiger aufgrund der 1:3-Hinspielniederlage den Finaleinzug.

Nach einer problemlosen Anreise, mit einem Flug-Zwischenstopp in Moskau, verschaffte sich Jürgen Heilken einen Blick von der Halle und sprach von einem „Traum“. Selbst das Tischtenniszentrum in Düsseldorf könne dort nicht mithalten. Als unmittelbar vor der Begegnung die Nationalhymnen von Frankreich und insbesondere Russland gespielt wurden, „bekam ich schon Gänsehaut. Fast 1000 Zuschauer sorgten in der fast ausverkauften Halle für eine super Stimmung.“ Jürgen Heilken und Klaus Seipold wechselten sich als Oberschiedsrichter und Unparteiischer am Tisch ab. Der Jugend 70-Spieler leitete die erste Partie zwischen Ovtcharov und dem zukünftigen Düsseldorfer Kristian Karlsson sowie die entscheidende dritte Begegnung zwischen Alexey Smirnov und Tristan Flore.

Die Enttäuschung bei den Gastgebern nach der verpassten Endspielteilnahme sei, so Heilken, „enorm“ gewesen. Allerdings zeigten sich die Russen als faire Verlierer und wünschten beim anschließenden Dinner, zu dem auch die Schiedsrichter eingeladen wurden, dem Team aus Cergy viel Erfolg. Vom Fakel-Clubchef erhielten Heilken sowie Seipold ein Sonderlob. „Wir hätten einen erstklassigen Job gemacht. Ein größeres Lob kann die unterlegene Mannschaft den Schiedsrichtern nicht machen.“

Der Rückflug entpuppte sich allerdings als Odyssee. Nachdem sich der für 2.55 Uhr Ortszeit am nächsten Tag geplante Abflugtermin zunächst um eine Stunde verschoben hatte, ging es dann auf die Startbahn. Aufgrund des schlechten Wetters wurde die Maschine vom Tower jedoch wieder zurückgerufen. „Wir hatten über vier Stunden Verspätung beim Abflug nach Moskau“, berichtet Heilken. Aufgrund der verspäteten Ankunft musste in der Hauptstadt ein neuer Anschlussflug gesucht werden. Am Ende gelang auch dies. Nach knapp 20 Stunden erreichte Jürgen Heilken am Abend um 19.15 Uhr sein Haus in Dülmen.
„Das war ein tolles und hoffentlich nicht einmaliges Erlebnis“, strahlte der zweifache Familienvater und hofft auf weitere Einsätze im Ausland. „Frankreich und Belgien wären sicherlich gut denkbare Länder für eine Nominierung.“

Vorbericht zum Schiedsrichtereinsatz am 01.04.2016 in Orenburg (Russland)
Als Schiedsrichter ist Jürgen Heilken heute in der Champions League im russischen Orenburg gefordert.
< Foto mit Klick vergrößern

Merfeld (mast). Wenn im russischen Orenburg am heutigen Freitag um 17.20 Uhr das Halbfinal-Rückspiel in der Champions League der Herren zwischen dem TTC Fakel Orenburg und AS Pontoise Cergy (Frankreich) beginnt, wird auch ein Dülmener im Einsatz sein. Jürgen Heilken vom Tischtennis-Bezirksligisten Jugend 70 Merfeld wurde von der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) als einer von drei Schiedsrichtern nominiert. „Das ist natürlich eine riesen Sache“, strahlte der zweifache Familienvater direkt nach der Berufung. Gemeinsam mit Klaus Seipold (Düsseldorf) ging es am gestrigen Donnerstag um 6.20 Uhr mit dem Flieger nach Moskau. Fünf Stunden betrug inklusive der Zeitumstellung von drei Stunden die Wartezeit in der russischen Hauptstadt.

Anschließend erfolgte der Weiterflug nach Orenburg. Das Hinspiel gewannen die Franzosen gegen den Titelverteidiger überraschend mit 3:1. „Ich rechne deshalb mit einem heißen Match“, sagt Heilken, der es auch mit einem deutschen Spieler zu tun bekommt. Dimitrij Ovtcharov trägt das Orenburger Trikot.

Bereits am Morgen (5.55 Uhr) nach der Partie steht dann der Rückflug, wieder über Moskau, auf dem Programm. Gegen 14 Uhr soll die Landung in Düsseldorf erfolgen. „Das wird sicherlich ein stressiges, aber auch ein interessantes Unterfangen.“ Bislang war Jürgen Heilken lediglich einige Male bei Heimspielen von Borussia Düsseldorf in der Königsklasse im Einsatz. Jetzt aber steht der erste große Auslandseinsatz an. „Klaus Seipold und ich werden uns wahrscheinlich als Oberschiedsrichter und am Tisch abwechseln.“ Ein dritter, aus Russland stammender Unparteiischer agiert als Assistent am Tisch.
Seitenanfang Sonstiges
Copyright © 2016, All Rights Reserved. Alle Rechte vorbehalten
Hinweise und Impressum
Jugend70Merfeld